Hoffen – aber wie? Über eine fast vergessene Kraft des Menschseins
September 27 @ 8:00 am - 5:00 pm
€99
Wie sollen wir hoffen?
Die aktuelle Weltlage bietet wenig Anlass zur Hoffnung. Angesichts von Klimakrise, zerfallenden Demokratien und Kriegen fällt es Menschen schwer, hoffnungsvoll zu bleiben. Soziale Bewegungen für eine bessere Zukunft wie zum Beispiel Fridays for Future, No Kings-Proteste oder die #metoo-Bewegung scheinen an der Realität zu scheitern. Müssen wir lernen, ohne Hoffnung zu leben? Oder gar: Brauchen wir Hoffnung überhaupt?
Hoffnung ist ambivalent: Hoffnung kann täuschen, lähmen und Zukunft zerstören. Sie täuscht, wenn die Realität ausgeblendet wird und das Erhoffte nicht eintritt. Sie lähmt, wenn Menschen untätig bleiben, ohne sich aktiv einzusetzen. Hoffnung birgt ein zerstörerisches Potenzial.
Zugleich kann Hoffnung Lebensressource sein, zum Handeln motivieren und Zukunft schaffen. Sie ist Ressource, wenn Menschen das Mögliche sehen, das noch nicht eingelöst ist. Sie motiviert, wenn wir Initiative ergreifen, auch wenn der Ausgang offen ist. Als aktive, positive und zukunftsgerichtete Kraft macht sie Menschen zu Gestalter:innen der Welt.
„Eine Gesellschaft ist nur in dem Maße Gemeinschaft, wie sie gemeinsam hofft und dadurch handelt“, schreibt der Philosoph Krisha Kops. „Verbunden durch ein gemeinsames Ziel werden vereinzelte Ichs zu einem Wir.“ Wie sollen wir hoffen? Welche Handlungsspielräume eröffnen sich für Organisationsberatung, Supervision und Coaching in Zeiten zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit?
Herzliche Einladung ans Ufer des Starnberger Sees!